Feenhof am Wissenbach

Auf dem Feenhof liegt uns ein nachhaltiger und wertschätzender Umgang mit Mensch, Tier, Natur und Umwelt am Herzen. Wir suchen daher immer wieder Wege und Möglichkeiten für ganzheitliche Ansätze und beschreiten dabei gerne neue und auch unbekannte Wege. Sei es Umgang und der Pflege der Tiere mit Homöpathie und Naturheilkunde, in der Unterstützung der Natur durch den biologischen Anbau von alten Sorten sowie dem Nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.


Reparaturwerkstatt

Wer kennt das nicht: „Tut uns leid, für dieses Modell gibt es keine Ersatzteile mehr!“, oder: „dieses Teil ist nur als komplette Baugruppe erhältlich!“, noch schlimmer: „Die Garantie ist leider abgelaufen, wir empfehlen das neue Modell!“

 

Die in diesen Zeiten leider weitverbreitete Unsitte der eingebauten Obsoleszenz erschwert, ja verunmöglicht einen nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Rohstoffen unseres Planeten.

 

Genau hier setzt Dinu's RepShop an.



Tierpatenschaften

Was ändere ich auf meinem Hof, damit die körperliche Arbeit leichter wird und das Einkommen trotzdem gesichert ist?
Kurzum ich melde mich in der landwirtschaftlichen Schule zum  Businesskurs an, um neue Ideen umsetzen zu können. Einer meiner Kollegen bringt mich dort auf die scheinbar gute Idee, antibiotikafreies Fleisch anzubieten. Er preist das in den höchsten Tönen an, zusammen mit einer andern Art des Metzgens und ich denke mir, ja das hab ich ja schon seit  fast 30 Jahren und erst noch Bio. Voller Elan informiere ich mich über diese neue Methode des Metzgens, schaue für Abnahmekanäle, Fotos und Flyer sind schon bereit. Jetzt fehlen nur noch die Mastrinder.
Bei einem Bekannten seh ich mir diese Kleinen an und bin sofort Feuer und Flamme. Es scheint alles wunderbar zu klappen. Schnell noch Schnuller bei der Landi kaufen, sie müssen ja noch Milch haben und los gehts. Ich  nehme es in Kauf  jeden 3. Tag bei meinem Kollegen Milch zu holen, gut ist Winter so hält sie lange.
Der grosse Tag ist da, Lissy und Sissi kommen im  Anhänger angefahren.  Es sind Weihnachtskinder, Lissy am 24. Dezember und Sissi am 23. Dezember geboren.
Der Besitzer fährt direkt vor die Stalltüre und lässt sie da einfach raus. Ihr Nest habe ich am Ende des Stalles mit viel Stroh und Liebe vorbereitet.
Ich hab mir schon Gedanken gemacht, ob die dann da bis nach hinten gehen oder ob sie bocken werden. Kaum sind sie aber draussen, rennen sie im gestreckten Gallop bis zuhinterst in den Stall und rein ins Nest. So als wäre das schon immer ihr zu Hause gewesen! Ich bin selber ziemlich aufgeregt über meine Entscheidung , es war ja auch eine nicht geringe finanzielle Investition. Der ehemalige Besitzer verabschiedet sich und ich kann mich kaum trennen von den zwei Kleinen. Meine andern Rinder mustern erstaunt und interessiert den Neuzugang. Sie sind noch sehr scheu, besonders Lissy  ist immer auf der Hut und sehr vorsichtig (auch heute noch). Sissi lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Beide sind immer sehr eng zusammen, schlafen zusammen.
Jetzt geht es so richtig los. Milch anwärmen morgens und abends. Schauen, dass jede zu ihrer Milch kommt, ohne dass der ganze Eimer ausgeleert wird.
Sie gewöhnen sich gut ein, die Grossen bestaunen und beriechen sie, wenn sie nach draussen gehen. Sind sie wieder im Stall, vergnügen sich die zwei Kleinen draussen. Plötzlich eines Abends hat Lissy eine geschwollene Zunge und frisst nicht recht. Ich mach mir Sorgen und rufe den ehemaligen Besitzer an. Er kommt vorbei, weiss aber auch nicht was los ist. Ich arbeite mich durch mein Homöopathiebuch und schlussendlich kriegt Lissy ihr Mittel. Meine Nacht ist unruhig, wenns nur nichts Ernsteres ist. Am Morgen als ich in den Stall komme, ist Lissy wieder putzmunter. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Sie wachsen heran, meine zwei Hübschen. Es  wird Zeit, sie langsam von der Milch zu Entwöhnen. Ich überlege mir, wie ich das am besten anstelle. Dann kommt mir die Idee mit Haferflocken. Schnell kauf ich ein paar Pack Biohaferflocken und los geht die Kocherei. Morgens und abends. Sie mögen es erstaunlich gut. Sie schmatzen ihre Hafermilch und scheinen nicht mal gross zu bemerken, dass das Wasser immer mehr wird und die Milch immer weniger. Dazu fressen sie Heu wie die Grossen. Noch etwas Hanfsamen fürs Immunsystem und den beiden gehts blendend.
Es ist Frühling, ich habe einen richtig guten, teuren Permanenthag machen lassen. Das erste Mal raus ins Gras. Die Aufregung ist gross. Voller Übermut rennen sie herum. Es ist eine Freude, ihnen zuzuschauen. Wenn ich mit dem Auto oder Fahrrad rauffahre und rufe kommt ein zweifaches Muuhh zurück.
Lange Rede kurzer Sinn, es ist aus mit Metzgen. Damit hätte ich selber auch nicht gerechnet. Soviel zum rentableren Wirtschaften. Das Herz hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unterdessen sind sie 3 Jahre alt, putzmunter und voller Lebensfreude. Sie haben mich viele male zum Lachen gebracht und mich mit ihrer Art auch durch eine schwierigere Zeit meines Lebens begleitet. So geht das Leben  eben manchmal andere Wege als geplant.

Mittlerweile sind Sissi und Lissy die einzigen Rinder auf meinem Hof. Die anderen Rinder sind zu ihrem Besitzer zurückgekehrt und ich habe mich entschieden, es dabei zu belassen. Ich möchte den beiden ein schönes, unbeschwertes und komfortables Leben auf meinem Hof ermöglichen.

Sissi

Geboren am: 23.12.2017

Ohrmarke Nr. 0887

 

Der ruhende Pol.

Lissy

Geboren am: 24.12.2017

Ohrmarke Nr. 0888

 

Immer auf der Hut und sehr vorsichtig.


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Gisela Näf

Wissenbach 1

8342 Wernetshausen

www.feenspur.ch

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